Welterbe-Management

Die Region um den Fertő-Neusiedler See ist eine einzigartige Grenzregion. 8000 Jahre lang trafen sich unterschiedliche Kulturen in diesem Landstrich zwischen dem Burgenland und Ungarn.
Aus der Begegnung finnougrischer, slawischer und germanischer Ethnien resultiert eine vielfältige Kulturlandschaft. Klimatische und ökologische Sphären von kontinental bis submediterran überlappen einander, eine hohe Artenvielfalt in Flora und Fauna kennzeichnet die geomorphologisch reiche Region. Der See mit seinem Schilfgürtel ist Herzstück dieses länderübergreifenden Welterbes. Die Weite seines Horizontes, die von Nord und Ostsee kommenden Vogelschwärme sowie leicht salzhaltiges Wasser erinnern an ein fernes Meer.

Neben den beiden Barockschlössern Nagycenk und Eszterháza/Fertőd illustriert auch die typisch ländliche Architektur den Wert dieses Kulturerbes.

Die Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler See ist seit 2001 UNESCO-Welterbe.
Die Kernzone umfasst 68.369 ha Fläche, die Pufferzone 6.347 ha; mit einem Drittel ungarischem und zwei Dritteln österreichischem Anteil. Das Welterbe-Management erfolgt durch den Verein Welterbe Neusiedler See und basiert auf dem Managementplan, dem Gestaltungsbeirat sowie der Koordination von Bauwerbern und Stakeholdern in enger Abstimmung mit dem ungarischen Partnerverein.