Weltweit einzigartig - Was ist Welterbe?

Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Dezember 2001 ist die Landschaft des Neusiedler Sees (ungarisch: Fertő-tó) mit ihren Ortschaften, Kulturgütern und Naturwerten als Kulturlandschaft „von außergewöhnlichem und universellem Wert“ ausgezeichnet.
Die Pyramiden Ägyptens, das Great Barrier Reef, die Inkastadt Machu Picchu, sie alle sind Zeugnisse künstlerischer Meisterwerke und einzigartiger Naturlandschaften, Ausdruck des Reichtums und der Vielfalt unserer Erde. Ihre Zerstörung wäre ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit.

1972 hat die internationale Staatengemeinschaft daher das „UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ geschaffen. Die Leitidee des Welterbes ist, diese Stätten bewusst in den universellen Kontext der Geschichte der gesamten Menschheit zu stellen und gemeinsam zu schützen. Die Welterbeliste umfasst die von den Staaten vorgeschlagenen Kultur- und Naturdenkmäler von außergewöhnlichem, universellem Wert, die nach Prüfung durch FachexpertInnen vom UNESCO-Welterbekomitee eingeschrieben wurden.

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Die Aufnahme in die Welterbeliste ist Auszeichnung und Verpflichtung zugleich: die Stätten müssen nach Bestand und Wertigkeit durch ein entsprechendes Management und nationale Schutzmaßnahmen auch für zukünftige Generationen erhalten werden.

Österreich ist der Welterbekonvention 1992 beigetreten und ist mit zehn Stätten auf der Welterbeliste vertreten.
Derzeit gibt es weltweit 1073 UNESCO Welterbestätten in 167 Staaten. Nur 37 Welterbestätten weltweit sind grenzüberschreitend.