Welterbe in Österreich

Seit 2017 gibt es zehn UNESCO Welterbestätten in Österreich: Neun Kulturerbestätten und eine Naturerbestätte. Drei davon sind grenzüberschreitend.
Welterbestätten
Österr. UNESCO Kommission
Österr. UNESCO Kommission
In Österreich gibt es zehn Welterbestätten (Stand 2017). Drei sind Kulturlandschaften (Neusiedlersee, Hallstatt–Dachstein, Wachau), drei sind Stadtlandschaften (Altstädte Salzburg, Graz, Wien), zwei ein Bauwerk (Bau-/Gartenbaudenkmal Schönbrunn und technisches Denkmal Semmeringbahn), und eines eine archäologische Stätte (Pfahlbauten um die Alpen) – sie sind sämtlich als Kultur-, nicht als Naturerbe geführt. 2017 wurden die Buchenwälder im Wildnisgebiet Dürrenstein als erste österreichische Weltnaturerbestätte ausgezeichnet.

Welterbe in Österreich
Die zehn österreichischen UNESCO Welterbestätten sind:
(in Klammer Jahr der Aufnahme in die Welterbe-Liste)

  • Historisches Zentrum der Stadt Salzburg (1996)
  • Schloss und Gärten von Schönbrunn (1996)
  • Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut (1997)
  • Semmeringeisenbahn (1998)
  • Historisches Zentrum der Stadt Graz und Schloss Eggenberg (1999, Erweiterung 2010)
  • Kulturlandschaft Wachau (2000)
  • Historisches Zentrum von Wien (2001, auf Liste "Welterbe in Gefahr" seit 2017)
  • Kulturlandschaft Fertő -Neusiedler See (2001 , grenzüberschreitend mit Ungarn)
  • Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011, grenzüberschreitend gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz)
  • Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2017 , grenzüberschreitend gemeinsam mit Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Italien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ukraine)

Weltdokumentenerbe
Das Weltdokumentenerbe Österreichs umfasst 12 Einträge (Stand 2013). 7 sind Sammlungen (Papyrussammlung, Gotische Baurisse, Corviniana, Historische Sammlungen des Phonogrammarchivs, Schubert-, Brahms-Sammlung, Schönberg-Nachlass), 5 Einzelobjekte (Dioskurides, Kongressakte 1815, Atlas Blaeu–Van der Hem, Tabula Peutingeriana, Mainzer Psalter).

Immaterielles Kulturerbe
Die Liste des immateriellen Kulturerbes umfasst 52 Einträge (Stand 2013). Davon sind 6 in ganz Österreich zu finden (Apotheken-Hausspezialitäten, Falknerei, Märchenerzählen, Volkstanz, Stille Nacht - Weihnacht, Köhlerei), der Rest in einzelnen Gegenden der Bundesländer. 7 sind aus dem Bereich Mündliche Tradition, 5 Darstellende Künste, 24 Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste, 6 Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und 9 aus dem Bereich Handwerkstechniken.

Das erste immateriellen Erbe wurde 2010 ausgewiesen, und umfasst bisher nur die nationale Liste, Einträge in die internationale Liste (Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit) hat Österreich zwischenzeitlich zwei. Während der 7. Sitzung des Zwischenstaatlichen Komitees zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, die vom 3.–7. Dezember 2012 in Paris stattfand, wurden das Imster Schemenlaufen und die Falknerei in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.